New York, Rio, Tokio

jfn. Seit Sommer 2010 arbeitet die Zentrale der dpa-Redaktionen an der Markgrafenstraße im historischen Zeitungsviertel Berlins. Hier wurden die bisherigen Zentralredaktionen aus Hamburg, Frankfurt am Main und Berlin zusammengefasst. Der perfekte Ort für die 10. ITZ Zukunftswerkstatt „Zeitung 2011“ die am 1. Dezember 2010 in Kooperation mit der Deutschen Presse-Agentur stattfand. Das Thema: „dpa – Alles neu in Berlin“.

Im Fokus stand das crossmediale Arbeiten in der vernetzten Medienwelt. Michael Ludewig, Auslands-Chef der dpa, berichtete, dass crossmediales Arbeiten auf einer Ebene ein Kriterium für die Auswahl der Räume gewesen sei. 152 Meter Newsroom und an dessen Kopfende drei Konferenzräume mit den Namen New York, Rio und Tokio sind das Resultat akribischer Planung: Über Jahre hinweg sei die Zusammenführung der drei Standorte mit 150 Mitarbeitenden der dpa in Workshops erarbeitet worden. Herzstück des Newsrooms mit 26 Redaktionen und Teams ist der Newsdesk, an dem Text, Online, Audio, Video und Grafik zusammengeführt sind. Zwei News-Chefs arbeiten ständig an den Topthemen des Tages.

Längst geht es der dpa aber nicht mehr nur um das Sammeln, Verarbeiten und Verbreiten von Nachrichten: Der Kontakt zu den Abnehmern wurde intensiviert. Auf dem exklusiv für Kunden geschalteten Portal „dpa-news“ können die Kunden die Topthemen kommentieren und Themenvorschläge machen. „Es entsteht ein richtiger Dialog. Und es kommt fast jeden Tag vor, dass wir ein Thema auf Anforderung erweitern“, berichtete Ludewig im Dezember 2010.
Darüber hinaus fungiert die dpa gegen eine Gebühr auch als Vermittler. Ein Beispiel: Eine Lokalzeitung hat ein Thema in ihrem Verbreitungsgebiet bearbeitet, das auch für andere Blätter interessant sein könnte. Die Lokalzeitung stellt das Thema über ein „Open Gate“ von dpa ein, eine andere Zeitung kann es dort kaufen und für sich weiterentwickeln. Im Gegensatz zum Themenaustausch innerhalb einzelner Medienhäuser geschehe der Transfer hier verlagsübergreifend.

Eine Nachrichtenagentur wie dpa brauche sowohl Generalisten als auch Spezialisten auf den unterschiedlichen Arbeitsgebieten. Immer wichtiger werde multimediales Denken: „Die Mitarbeiter müssen nicht alles selbst können. Aber sie sollen Themen daraufhin checken, ob sie crossmedial aufzubereiten und welche Medien jeweils geeignet sind“, sagte Roth zum Profil der Journalistinnen und Journalisten bei dpa. Deshalb wurde die Volontärsausbildung komplett umgestellt. Zweimal im Jahr beginnen Text-, Foto-, Audio-, Video-, Online- und Grafik-Volontäre gemeinsam in einem zweiwöchigen Grundkurs, in dem sie mit der Arbeit mit Quellen und Texten, mit Bildauswahl, technischen Abläufen und den verschiedenen Medien vertraut gemacht werden.

Die vollständige Dokumentation steht auf der Website der ITZ zur Verfügung.

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