Gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt

ssd. „Wie könnte eine Ausländerberichterstattung in der Zeitung aussehen?“ Diese Frage beschäftigte die ITZ Anfang der 1990er Jahre. „Arbeitshilfe für (Lokal) Journalisten“ war der Untertitel einer mehrere hundert Seiten umfassenden Loseblattsammlung „Ausländer, Fremdenfeindlichkeit, Extremismus“, die – mit Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung – 1993 erschien. Das Werk enthielt umfängliches Material auch zu rechtlichen Fragen.

Viele Antworten waren bald überholt, so dass Anfang 2001 eine zweite, aktualisierte Auflage herausgegeben wurde. Eine These, die auch im Jahr 2014 diskussionswürdig ist: „Journalisten sind keine Psychologen oder Pädagogen. Wenn sie sich aber wirklich sinnvoll mit Ausländern, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt beschäftigen wollen, müssen sie bereit sein, die – häufig widersprüchlichen – Erkenntnisse der Wissenschaft zu verarbeiten. Und sie müssen sehr genau hinhören, wenn verdächtig schnell politische (Schein-)Lösungen angeboten werden.“

Wesentliche Inhalte der großen Themensammlung wanderten dann auch auf die ITZ Website. Da dieses Online-Lexikon in seiner ursprünglichen Fassung nicht mehr aktualisiert werden konnte, musste es abgeschaltet werden. Von der Loseblattsammlung stehen wenige Exemplare im ITZ Archiv – und sicherlich auch noch in den Bücherwänden so mancher Lokalredaktion. Reinschauen lohnt sich!

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