Krise war immer

ssd. Das Medienjahr 2014 hat viele Veränderungen gebracht und Opfer gefordert. Titel sind verschwunden, zahlreiche Ausgaben wurden dicht gemacht, journalistische Arbeitsplätze sind vernichtet worden. Der Strukturwandel in den deutschen Verlagen ist (wieder einmal?) in einer entscheidenden Phase.

Heute müssen wir feststellen, dass wir früher auf hohem Niveau gejammert haben. Beispiel: ITZ-Kongress im April 2003 in Duisburg. Titel: „Vision Zeitung“, Untertitel: „Die Krise als Chance“. Kräfte bündeln, Qualität sichern und fördern. So lautete das Erfolgskonzept: „Denn Qualität wird sich letztlich durchsetzen … Gedruckte Informationen sind weniger flüchtig, ausführliche Hintergrundberichte klären auf.“

Ernste Mienen auf der Gemeinschaftsveranstaltung mit Bundeszentrale für politische Bildung und Stiftung Presse-Haus, aber keinerlei Resignation. Und: „Qualitätsjournalismus ist auch mit kleineren Etats möglich.“ Sagte nicht etwa einer der anwesenden Verleger, sondern ein Chefredakteur. Weniger Redakteure machen mehr Seiten? Das muss nicht zwangsläufig ein Qualitätsverlust sein, berichtete ein anderes Mitglied der Chefredaktion.

Wer am Ende eines schwierigen Jahres 2014 aufmunternde Worte und Erholung sucht, sollte ins Archiv greifen. Der Zeitungskongress 2003 wurde auf 100 Seiten dokumentiert; die Dokumentation wurde nahezu allen Redaktionen in Deutschland zur Verfügung gestellt.

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